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Bericht: Berliner Start-up Soundcloud in Geldnöten

Der Musikstreamingdienst Soundcloud braucht offenbar Geld - oder einen Käufer. Das berichtet ein Internet-Magazin.


Alexander Ljung hat Soundcloud 2007 zusammen mit Eric Wahlforss gegründet.

Alexander Ljung hat Soundcloud 2007 zusammen mit Eric Wahlforss gegründet.

Foto: Amin Akhtar

Das Berliner Start-up Soundcloud steckt offenbar in Geldnöten. Wie das Internet-Magazin "Recode" unter Bezug auf ungenannte Quellen berichtet, habe Soundcloud seit letztem Sommer versucht, 100 Millionen US-Dollar aufzutreiben, angeblich ohne Erfolg. Zudem habe das Startup mit potenziellen Käufern gesprochen, darunter auch Spotify, ebenfalls ohne Ergebnis.

Damit, so der Bericht weiter, könnte Soundcloud für deutlich weniger als 700 Millionen US-Dollar verkauft werden. Diesen Wert hatten Investoren noch 2017 angenommen. Eine der Quellen hat "Recode" angeblich gesagt, das Unternehmen würde jedes Angebot überdenken, das über 250 Millonen Dollar liege - die Summe, die bislang investiert wurde.

Soundcloud hat eigenen Angaben zufolge rund 175 Millionen Nutzer weltweit und bietet 135 Millionen Tracks an.

SoundCloud steckte in den vergangenen Jahren mehrfach in der Krise. Das schnelle Wachstum verschlang Millionen. Noch im Dezember 2016 sagte Alexander Ljung, Unternehmenschef, dazu: "Eine Menge dieser Gerüchte stimmten nicht, denn wir sind ein schnell wachsendes Unternehmen und eine der weltweit größten Musikplattformen geworden. Um das zu erreichen, muss man investieren und fremdes Kapital nehmen." Das sei in der Öffentlichkeit missverstanden worden. "Aber wir hatten eine bewusste Wachstumsstrategie", sagt Ljung.

Zum aktuellen Bericht teilte Soundcloud der Berliner Morgenpost auf Anfrage mit, man kommentiere solche Gerüchte oder Spekulationen nicht. Allerdings würde der Artikel den aktuellen Stand des Soundcloud-Geschäfts nicht akkurat wiedergeben. Man sei derzeit mit einer Vielzahl von potenziellen Investoren und anderen strategischen Partnern im Gespräch. Das zeige das Marktinteresse an der Soundcloud-Plattform, der unerreichten Nutzerreichweite und dem starken Ausblick auf 2017. "Wir erwarten ein 2,5-faches Wachstum im Jahr 2017", der zum Teil auch von Soundcloud Go getrieben werde.

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