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Dagmar Manzel und die "Paula" in Charlottenburg

Die Schauspielerin wird für ihre Verdienste als Schauspielerin geehrt

Der Saal ist abgedunkelt, die Augen der Zuschauer merklich schmal. "Guten Abend", begrüßt das Trio Isani die Gäste im IHK-Gebäude an der Fasanenstraße. "Ach, guten Morgen natürlich, es ist so dunkel", korrigieren sie sich. Die Berlinale hat ihre ersten Spuren hinterlassen.

Der Progress-Filmverleih zeichnete am Sonntagmorgen Dagmar Manzel mit der "Paula" aus. Der Verleiher verwaltet sämtliche Filmmaterialien der Deutschen Film AG (Defa), den gesamten Film- und Fernsehbestand der DDR. Und die "Paula" ist gedacht für Künstler, die sich zuerst in der DDR und später um den gesamtdeutschen Film verdient gemacht haben. "Die Defa hatte sie fast alle", kokettierte der Vorstand der Defa, Ralf Schenk. Kultursenator Klaus Lederer forderte in seiner Rede, Archiv-Filme in das aktuelle Fernsehprogramm aufzunehmen, um die Kultur zu erhalten, "so wie Väter ihren Söhnen die Manschettenknöpfe und Mütter ihren Töchtern Broschen weitervererben". Laudator und Autor Knut Elstermann konzentrierte sich hingegen ganz auf die Preisträgerin. "Die Figuren müssen durch sie hindurch, dann kann sie wirklich alles sein", sagt er. Und Manzel? Bedankte sich bescheiden: "Ich kann meinen Traum leben. Dieser Preis ist eine Bestätigung, kein Endpunkt", sagte die 58-Jährige und reckte die Trophäe hoch.

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