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La Deneuve gibt sich die Ehre

Zur Premiere von „Sage Femme“ kam Catherine Deneuve am Dienstagabend an den Potsdamer Platz

Sie ist Preisträgerin des Bambi, des César und der Goldenen Kamera. Für ihre Rolle in "Indochine" war sie für den Oscar als "Beste Hauptdarstellerin" nominiert – Catherine Deneuve, die Grande Dame des französischen Kinos. Zu der Premiere des komödiantischen Dramas "Sage femme" ("Ein Kuss von Béatrice") im Berlinale-Palast ließ sich die 73-jährige Schauspielerin im Auto vorfahren. An diesem kalten Valentinstag hatten sich nur wenige Fans am Roten Teppich eingefunden, die begrüßten ihre französischen Lieblingsstars dafür aber herzlich mit Blumen und Applaus. Auch Dieter Kosslick kam vom Zoo-Palast herüber geeilt. Gemeinsam mit Frankreichs zweiter Schauspielikone, Catherine Frot (60), spielt Deneuve ein ungleiches Frauenpaar, das sein Leben nochmal ganz neu anpacken muss. Claire (Catherine Frot), alleinerziehende Mutter eines erwachsenen Sohnes, ist Hebamme und geht in ihrem Beruf auf. Doch nun soll die Entbindungsstation, auf der sie arbeitet, geschlossen werden. Béatrice (Catherine Deneuve), Ex-Geliebte ihres verstorbenen Vaters, ist Bohème pur – bunt, laut, egoistisch. Deneuve ist für ihre reservierte Schönheit bekannt und sagt, dass "die Rolle sehr weit von ihrem eigenen Charakter entfernt sei". Dennoch liebt sie die Figur und spielt die Lebefrau, die Claire nach Jahren um ein Treffen bittet, in vollen Zügen.

Das eindringliche Frauenporträt von Martin Provost ("Séraphine") läuft im Wettbewerb außer Konkurrenz. Der Regisseur begleitete die beiden Hauptdarstellerinnen über den Roten Teppich am Marlene-Dietrich-Platz.

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