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Rückkehr zu Max Frisch

„Return to Montauk“ feiert Premiere. Ein Wunschprojekt von Volker Schlöndorff – finanziert von Til Schweiger

Vom Scheitern einer großen Liebe erzählt Volker Schlöndorff in "Return to Montauk". Der Film ist ein lang gehegtes Wunschprojekt des Regisseurs nach dem Roman seines Freundes Max Frisch, das er nun mit Nina Hoss und Stellan Skarsgård in den Hauptrollen verwirklichen konnte. Zur Premiere am Mittwoch im Berlinale-Palast kamen auch Susanne Wolff, die im Film die Ehefrau des Protagonisten spielt, Produzentin Regina Ziegler und Co-Produzent Francis Boespflug. Nach "Homo Faber" ist es Schlöndorffs zweite Frisch-Verfilmung.

Für den Film habe er kein Casting gemacht, sagt Schlöndorff, sondern die Rollen aus reiner Intuition besetzt: "Ich habe Stellan angerufen, ob ich ihm das Drehbuch schicken könnte." Der schwedische Schauspieler war sofort bereit, als er erfuhr, dass seine Wunschpartnerin Nina Hoss dabei ist. Bei Susanne Wolff habe er etwas gutzumachen gehabt, so Schlöndorff. Sie spielte bereits in einem seiner Filme eine kleine Rolle, die dann jedoch rausgeschnitten wurde.

Die Frage, warum es so lange gedauert habe, bis es zu einer Zusammenarbeit von Schlöndorff und Regina Ziegler gekommen sei, beantwortete die Produzentin mit einem "Manches braucht seine Zeit". Diese Zeit war gekommen, als sich beide zufällig in Southampton trafen. Sie sei nun sehr glücklich darüber, den Film produzieren zu dürfen. Händchen haltend schritten die beiden über den roten Teppich. Arm in Arm kamen Festivaldirektor Dieter Kosslick und Daniela Schadt, Lebensgefährtin des scheidenden Bundespräsidenten Joachim Gauck, der wegen einer Erkältung nicht dabei sein konnte. Ebenfalls sehen wollten den Film Schauspieler Ulrich Matthes, Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, sein Vorgänger Klaus Wowereit und Grünen-Chefin Claudia Roth.

Fast hätte Schlöndorff den Film zur diesjährigen Berlinale nicht zeigen können: "Kurz vor der Ziellinie – das war genau vor einem Jahr, vor der Berlinale – dachten wir, wir müssen den für April geplanten Dreh noch mal um sechs Monate verschieben, weil wir die Finanzierung nicht zusammenhatten. Dann traf ich zufällig Til Schweiger und erzählte ihm davon. Und er sagte mir, ohne dass wir uns kannten, per Handschlag zu: Du hast deine Finanzierung."

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