Berlin

Letzte Handgriffe auf dem IGA-Gelände

Donnerstag eröffnet die Schau in Marzahn. Auch nach dem Ende wird vieles bestehen bleiben.

Blick auf das IGA-Gelände in Berlin

Blick auf das IGA-Gelände in Berlin

Foto: Maurizio Gambarini

Noch sind viele Gärtner dabei, Frühblüher wie Stiefmütterchen, Goldlack, Tausendschönchen und Narzissen einzupflanzen. Noch sind Handwerker unterwegs, um die drei neuen Spielplätze endgültig fertigzustellen, Wege zu planieren und letzte Pflastersteine einzusetzen. Es sei wie zu Hause, kurz bevor man Besuch bekäme, sagte IGA-Geschäftsführer Christoph Schmidt am Freitag während eines Presserundgangs über das Gelände in Marzahn. "Man geht noch einmal überall herum und schaut, ob auch alles ordentlich geputzt ist."

Am kommenden Donnerstag um 13 Uhr wird sie eröffnen, die Internationale Gartenausstellung 2017, die erste, die es in Berlin gibt. Diese IGA soll allerdings wesentlich mehr sein als eine Blumenschau. Christian Gaebler, Aufsichtsratsvorsitzender der IGA Berlin GmbH und Staatssekretär für Sport, sagte am Freitag, dass es darum geht, "innovative Akzente für die urbanen Lebenswelten von morgen zu setzen". Dem wachsenden Häusermeer in der Mitte Berlins soll mit dem rund 100 Hektar großen IGA-Gelände eine kräftige grüne Lunge am östlichen Stadtrand entgegengesetzt werden. Damit will Berlin Modell für Städte sein, die sich durch Zuzug verdichten müssen.

Nachhaltigkeit als oberstes Prinzip

Neu ist auch, dass nach dem Ende der Gartenausstellung vieles bestehen bleiben soll. IGA-Geschäftsführer Christoph Schmidt sagte, dass es nur wenig Rückbau geben werde. Nachhaltigkeit sei das oberste Prinzip gewesen bei der ökologischen und gartenarchitektonischen Gestaltung sowie bei allen Bauvorhaben der IGA. Bleiben werde vor allem die Kabinen-Seilbahn, aber auch der Kienbergpark, der ein Volkspark mit unterschiedlichen Angeboten zur Erholung und zu Sport-und Umweltbildung werden soll.

Die IGA 2017 endet am 15. Oktober. Bis dahin erwarten die Veranstalter rund zwei Millionen Besucher. Für die Gartenschau- und Langzeit-Investitionen sind aus verschiedensten Töpfen von Land und Bund rund 130 Millionen Euro bereitgestellt worden. Das Land Berlin rechnet mit Einnahmen von rund 30 Millionen Euro durch die Gartenausstellung.

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