Bäderbetriebe

Personalmangel - Schwimmhalle in Prenzlauer Berg geschlossen

Erstmals seit vielen Jahren waren kürzlich alle 37 Berliner Bäder geöffnet. Das war am Donnerstag und Freitag schon wieder Geschichte.

Die Schwimmhalle an der Thomas-Mann-Straße musste zwei Tage lang schließen. Es fehlte das Personal.

Die Schwimmhalle an der Thomas-Mann-Straße musste zwei Tage lang schließen. Es fehlte das Personal.

Foto: Britta Pedersen / ZB

Der Personalmangel bei den Berliner Bäderbetrieben schlägt wieder voll durch auf das Angebot an Schwimmmöglichkeiten. Zuletzt blieb die hauptsächlich für Schulsport und Vereinstraining genutzte Schwimmhalle an der Thomas-Mann-Straße in Prenzlauer Berg am Donnerstag und Freitag geschlossen. Diese Halle hatten die Bäderbetriebe erst vor sechs Wochen nach zweijähriger Bauphase wieder in Betrieb genommen. Zur Eröffnung waren Anfang Januar der Sportsenator Andreas Geisel ebenso erschienen wie dessen Staatssekretär Christian Gaebler und Bäder-Chef Andreas Scholz-Fleischmann. Die Besucher würdigten die Tatsache, dass erstmals seit vielen Jahren wieder alle 37 Berliner Schwimmhallen den Sportlern und Badegäesten zur Verfügung stünden.

Die Bäderbetriebe haben aber schon lange das Problem, dass sie zwar nach den verschiedenen Sanierungen wieder mehr Hallen betreiben, aber das Personal nicht ausreicht, um alle mit ausreichenden Reserven zu besetzen. Deshalb klagen Badegäste seit Monaten über wechselnde, unzureichend kommunizierte Öffnungszeiten.

Bäder-Chef Andreas Scholz-Fleischmann erklärte den Ausfall der Vorzeige-Halle in Prenzlauer Berg mit der Grippewelle. Wegen Krankheitsfällen sei es nicht möglich gewesen, die notwendigen Leute in die Thomas-Mann-Straße zu schicken. Für die nächste Woche sagte der Bäder-Chef aber wieder den Normalbetrieb zu. Die Bäderbetriebe tun sich äußerst schwer, Personal zu finden. Es laufe eine Dauer-Ausschreibung, sagte Scholz-Fleischmann: "Aber es gibt nicht so viele Fachkräfte." Personalräte führen das mangelnde Interesse auch auf das schlechte Betriebsklima und mangelnde Personalplanung zurück.

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