Freibad in Berlin

Landessportbund macht sich für Strandbad Tegel stark

Vom Abgeordnetenhaus gibt es kein Geld für die dringend benötigte Sanierung des Strandbad Tegels. Doch es gibt Hoffnung für die Zukunft des Bads.

Die Zukunft des Strandbads Tegel ist strittig.

Die Zukunft des Strandbads Tegel ist strittig.

Foto: Sergej Glanze / Glanze

Der Landessportbund (LSB) will sich für den Erhalt des Strandbads Tegel einsetzen. "Es ist ein bei Familien mit Kindern sowie auch bei Vereinen äußerst beliebtes, zudem hübsch gelegenes Bad", sagte LSB-Vizepräsident Thomas Härtel am Montag auf Anfrage dieser Zeitung. Wie berichtet, hatte Staatssekretär Christian Gaebler am vergangenen Freitag im Sportausschuss des Abgeordnetenhauses bekannt gegeben, dass es aktuell kein Geld für die nötigen Erneuerungen im Strandbad gebe. Zudem gebe es "Projekte im Bäderbereich, die vorrangig" seien.

Wie berichtet, hatte das Strandbad 2016 nur mit einer Ausnahmegenehmigung öffnen dürfen. Es liegt im Wasserschutzgebiet, und seit Jahren steht fest, dass Abwasserleitungen erneuert werden müssen. Die Kosten dafür sollen 900.000 Euro betragen sowie 800.000 Euro für die Gebäudesanierung.

Auch das Bezirksamt Reinickendorf will sich von dem Bad nicht trennen. Sport-Stadtrat Tobias Dollase (parteilos, für CDU) forderte, dass der Schwebezustand beendet werden muss. "Wir wollen das Strandbad weiter am Netz halten und werden bei den Bäder-Betrieben dafür werben", sagte er. Nächste Woche gebe es mit den Bäder-Betrieben ein Gespräch, an dem auch Bezirksbürgermeister Frank Balzer (CDU) teilnehme. Schließlich gebe es einen privaten Reinickendorfer Investor, der an dem Bad schon lange Interesse habe.

Wie berichtet, wollen auch die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) endlich eine Lösung. "Das brennt auf den Nägeln, der Aufsichtsrat muss sich damit beschäftigen. Es gibt die Optionen verkaufen, verpachten oder selbst weiterbetreiben, das ist eine politische Entscheidung", so BBB-Chef Andreas Scholz-Fleischmann. Die Senatsumweltverwaltung habe die Ausnahmegenehmigung 2016 letztmalig erteilt. Für LSB-Vizepräsident Härtel wäre auch eine Investorenlösung denkbar: "Hauptsache, die Öffentlichkeit und der Sport haben weiter Zugang."

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