Berlin

Eine neue Sicherheitszentrale für das Trinkwasser in Berlin

Der Wettbewerb für das alte Wasserwerk Jungfernheide ist entschieden. 29 Architektur-Büros hatten sich beteiligt.

Der Siegerentwurf

Der Siegerentwurf

Foto: Lehrecke Witschurke Architekten

Nicht nur Polizei und Feuerwehr benötigen sie, sondern auch die Berliner Wasserbetriebe (BWB): eine moderne Funkleitzentrale. Entstehen soll sie auf dem Areal des alten Wasserwerks Jungfernheide an der Motardstraße – und dabei nicht nur funktional sein, sondern auch noch gut aussehen. Die BWB hatte daher einen Architekturwettbewerb zur Gestaltung ausgeschrieben, an dem sich 29 Büros beteiligt haben. Die Jury kürte jetzt den Entwurf des Berliner Büros Lehrecke Witschurke Architekten zum Gewinner und empfahl, die Sicherheitszentrale sowie ein weiteres Betriebsgebäude nach den Plänen der Berliner zu errichten.

Die Jury überzeugte vor allem, dass eines der beiden neuen Häuser auf einem alten Lagergebäude schwebt, in dem zu Mauerzeiten eine Notreserve an Mineralöl aufbewahrt wurde. Aus Sicherheitsgründen ist das alte Lagergebäude von einem Schutzwall umgeben ist, der den modernen Aufbau nun wie einen grünen Mantel umhüllt. Die Juroren unter Leitung des Architekten Hans-Joachim Paap (gmp) würdigten zudem, dass die Gebäude "nach außen hin sichtbar machten, was die meisten von den historischen Trinkwasserbehältern kennen: das Kreuztonnengewölbe, das gleichzeitig wie ein Aquädukt wirkt, das Wasser transportiert". Die Gebäude wirkten leicht und transparent.

"Jetzt folgt die vertiefte Planung"

"Die Wasserbetriebe möchten an der Motardstraße nicht nur die in die Jahre gekommene Rohrnetzbetriebsstelle Jungfernheide – die das Trinkwassernetz im Dreieck zwischen Spandau, Reinickendorf und Mitte betreut – erneuern, sondern dort auch mehrere andere, bisher auf verschiedene Standorte verteilte Funktionen bündeln", erläuterte BWB-Sprecher Stephan Natz. Auf dem Gelände des zwischen 1896 und 2001 betriebenen Wasserwerks zwischen Spree und der Siemensstadt befindet sich zudem das Labor der Wasserbetriebe.

"Jetzt folgt die vertiefte Planung an deren Abschluss die Bauentscheidung steht", so Natz weiter. Ziel sei es, die Rohrnetzbetriebsstelle bis Ende 2019 und die Sicherheitszentrale bis Ende 2020 zu bauen. Beide Gebäude dürfen im Bau zusammen höchstens 12,5 Millionen Euro netto kosten, sagte der BWB-Sprecher auf Nachfrage der Berliner Morgenpost.

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