Basketball

Alba verabschiedet sich mit Würde aus Europa

Auch in Malaga wurde trotz großen Kampfes sichtbar: Alba Berlin fehlt es gegen die besten Teams immer noch an Konstanz.

Voller Energie, doch nicht mit dem erhofften Erfolg: Alba-Kapitän Dragan Milosavljevic und sein Team sind in Europa nur noch Zuschauer

Voller Energie, doch nicht mit dem erhofften Erfolg: Alba-Kapitän Dragan Milosavljevic und sein Team sind in Europa nur noch Zuschauer

Foto: Sport Moments/Gora / picture alliance / Sport Moments

Berlin.  Das war's. Seit dem 77:83 in Malaga steht fest, dass die Saison für Alba im Eurocup nach dem Spiel am Mittwoch gegen Valencia (20 Uhr, Mercedes-Benz Arena) beendet sein wird. Die beiden spanischen Topklubs ziehen dann ins Viertelfinale, die Berliner und Cedevita Zagreb können sich auf nationale Aufgaben konzentrieren.

Die Chance zu mehr war da

Niemand verliert zwar gern, aber das Aus wird Berlins Basketball-Mannschaft wohl kaum bis ins Mark erschüttern. Zum einen, weil mit der Qualifikation für die Top 16 des Eurocups eines der Saisonziele erreicht wurde. Zum anderen, weil das Team auch in Malaga gezeigt hat, dass "es mit dem Gegner auf Augenhöhe war", erklärt Marco Baldi. Der Alba-Geschäftsführer räumte aber auch ein, dass die Mannschaft um Kapitän Dragan Milosvaljevic die Spanier noch mehr "ins Grübeln" hätte bringen können, nachdem sie nach einem 31:43-Rückstand (18.) zum 68:68 (34.) ausgeglichen hatte. Da hätte es schon Momente gegeben, die Partie vielleicht sogar zu kippen, sagt er, "aber die haben wir nicht genutzt".

An Positivem kann Albas Team mitnehmen, dass es die Partie mit großem Willen und Kampfgeist noch einmal offen gestaltete. Wovon die 21 Ballverluste der Spanier zeugen, die die Berliner mit ihrer Verteidigung erzwangen. Selbst leisteten sie sich, anders als in den Spielen zuvor, nur zehn. In einigen entscheidenden Bereichen war Malaga jedoch klar überlegen, traf 15 von 28 Dreiern (Alba: 10 von 24) und entschied auch das Reboundduell überdeutlich mit 39:25 für sich.

Baldi: "Das gehört zum Reifungsprozess dazu"

"Wir haben dran gerochen, und deswegen tut das Ausscheiden auch weh", räumt Baldi ein. Aber er sehe sein Team immer noch in einer "Entwicklung". Das Spiel in Malaga oder auch das in Valencia spiegele den Stand der Dinge "ziemlich realistisch wider". Noch fehle es gegen Spitzenmannschaften wie diesen an Abgebrühtheit und Konstanz, "und dann scheidet man halt aus, aber das gehört zum Reifungsprozess dazu".

Baldi hofft, dass sich dieser Prozess möglichst zügig fortsetzt, denn der "Februar hat es in sich". Am Sonntag spielt Alba in Bonn (15.30 Uhr), eine Woche später kommt der FC Bayern, und in 14 Tagen geht es "im Pokal-Top-4 um den ersten Titel".

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