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Plachta-Gala bringt Eisbären um den Sieg in Mannheim

Die Berliner unterlagen unglücklich beim Favoriten mit 3:4 nach Verlängerung. In der „Best of seven“-Serie liegt der EHC 0:1 zurück.

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Mannheim.  Spiele in der Fremde, das hat sich in dieser Saison oft gezeigt in der Deutschen Eishockey Liga (DEL), liegen dem EHC Eisbären nicht sonderlich. Zuletzt aber mühten sich die Berliner sehr, dieses Manko abzustreifen. Beim Marathon-Spiel in Straubing konnten sie mit einem Sieg (3:2) den Einzug in das Viertelfinale sicherstellen. Dort ging es am Dienstag gleich wieder auswärts weiter.

Auch in Mannheim lieferte die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp eine gute Vorstellung ab. Die Berliner unterlagen unglücklich beim Favoriten mit 3:4 (1:0, 0:2, 2:1, 0:1) nach Verlängerung. In der "Best of seven"-Serie, die am Freitag in Berlin weitergeht, liegt der EHC damit 0:1 zurück.

Die Berliner gingen mit einigen Veränderungen in die Partie. Alexander Roach, Constantin Braun und Kyle Wilson ließ Krupp neben dem bislang gar nicht im Play-off eingesetzten Barry Tallackson draußen. Dafür kamen Kai Wissmann sowie Charles Linglet zurück ins Team. Doch wie gewohnt war es Jamie MacQueen, der für die Eisbären am auffälligsten agierte. Nach nur 66 Sekunden erzielte er mit seinem vierten Play-off-Tor im dritten Spiel das 1:0 für den EHC.

Mannheim als bestes Überzahlteam der Hauptrunde war konsequenter

Nach über einer Woche Pause brauchte Mannheim noch etwas Zeit, um in die Partie zu finden, während die Eisbären sofort da waren. Sie spielten schnell nach vorn, waren körperlich präsent. Nur das schwache Überzahlspiel fiel negativ auf, da die Berliner einige Gelegenheiten hatten, mit einem Mann mehr zu spielen.

Mannheim als bestes Überzahlteam der Hauptrunde war konsequenter, glich durch Matthias Plachta aus (25.). Nach einem wegen hohen Stocks nicht gegebenen Treffer des EHC ließen die Eisbären etwas nach, Plachta traf erneut (37.). Doch trotz des kraftraubenden Spiels am Freitag in Straubing, das erst in der 104. Minute endete, legten die Eisbären, bei denen Daniel Fischbuch mit einer Knieverletzung ausschied, im letzten Abschnitt wieder zu.

Erst erzielte Linglet bei doppelter Überzahl das 2:2 (44.). Dann traf Julian Talbot nach einem schnellen Angriff zum 3:2 (51.). Fast schienen die Berliner den Vorsprung über die Zeit retten zu können, doch 3,5 Sekunden vor Schluss glich Plachta erneut aus. Ohnehin mit seinen drei Treffern schon Mann des Spiels setzte Plachta nach 20 Sekunden in der Verlängerung auch den Schlusspunkt einer Partie, die den Berlinern Mut für die Serie machen kann.

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