Mainz

Kolasinac versüßt Heidel die Rückkehr nach Mainz

Schalke siegt 1:0 und springt in der Tabelle auf Platz neun

Mainz. Sead Kolasinac entspannt gerne beim Fußballspiel "Fifa" auf der Playstation. "Ich spiele mit mir selbst als Schalke-Spieler und habe dort in den Einstellungen meine Schussstärke hochgestellt", verriet Kolasinac am Sonntag in den Katakomben der Mainzer Arena mit einem Grinsen. In der realen Welt hat der Schalker Leistungsträger seine Schusskraft nicht modifiziert, aber sie reicht auch so, um ein eindrucksvolles Zeichen zu setzen. Beim 1:0 (0:0)-Bundesligasieg in Mainz erzielte Kolasinac nicht nur das goldene Tor für die Königsblauen, sondern zerfetzte auch noch das Tornetz. "Darüber freue ich mich natürlich. Also nicht über das kaputte Netz, sondern darüber, dass ich so schießen kann", sagt der Nationalspieler von Bosnien-Herzegowina.

Für Sead Kolasinac war es das dritte Saisontor. Durch seinen Treffer springen die Schalker auf Rang neun und vergrößerten den Abstand auf den Relegationsplatz auf sechs Punkte. Zum sechsten Rang beträgt der Rückstand nur vier Zähler. Groß rechnen will Kolasinac nach dem zweiten Auswärts-Dreier der laufenden Spielzeit nicht. "Wir können nach dem 34. Spieltag Bilanz ziehen. Wir wollten in dieser Woche in zwei ganz wichtigen Spielen positiv abschneiden. Das ist uns in Mönchengladbach und jetzt in Mainz gelungen." Am Donnerstag war Schalke gegen Gladbach der Einzug ins Europa-League-Viertelfinale gelungen. Bis Schalkes Sieg vor 30.847 Zuschauern bei der ersten Rückkehr von Sportvorstand Christian Heidel zu seinem Ex-Klubs feststand, gab es allerdings einige bange Momente zu überstehen. Torwart Ralf Fährmann war es zu verdanken, dass die Mainzer Drangphase mit Chancen von Danny Latza (37.,39.) und Bojan Krkic (38.) erfolglos blieb.

Heidel schüttelte viele Hände, hatte aber keine Schwierigkeiten mit dem Daumendrücken. "Ich habe kein einziges Mal darauf gehofft, dass Mainz vielleicht noch ausgleichen könnte. Aber ich war ruhiger als sonst. Während des Spiels war mein Puls bei 130 und nicht wie in Mönchengladbach zuletzt bei 150 Schlägen", so Heidel, der seinen Mainz-Aufenthalt bei Familie und Freunden um einen Tag verlängerte.

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