Schonach

Im Weltcup ist Frenzel nicht mal von Rydzek aufzuhalten

Schonach. Olympiasieger Eric Frenzel (Oberwiesenthal) hat als erster Nordischer Kombinierer zum fünften Mal den Gesamtweltcup gewonnen. In Schonach feierte der 28-Jährige am Sonntag seinen zehnten Saisonsieg und setzte sich im Kampf um die große Kristallkugel vor Johannes Rydzek (Oberstdorf) durch, der im letzten Rennen auf Platz neun durchgereicht wurde.

Frenzel, der bereits am Sonnabend gewonnen hatte, lag bei seinem 41. Weltcup-Sieg 7,7 Sekunden vor dem Franzosen Francois Braud, Dritter wurde der Japaner Akito Watabe (11,2). Der sechsmalige Weltmeister Rydzek, der am Sonntag lange in Führung gelegen hatte, brach auf den letzten Kilometern ein. Mit seinem Sturz am Sonnabend im Zielsprint gegen Frenzel und Platz drei hatte Rydzek fast alle Chancen auf seinen ersten Gesamtweltcup-Triumph verspielt. Danach war er zunächst sauer auf seinen Rivalen, dem er die Schuld an dem Sturz gab. Doch mit etwas Abstand gab er zu: "Ich bin einfach ein emotionaler Mensch. Ich habe die komplett falschen Worte gefunden. Er konnte wirklich nichts dafür, es war ein blöder Rennverlauf." Aus eigener Kraft konnte Rydzek, der bei der WM in Lahti vier Titel abgeräumt hatte, in jedem Fall die Kristallkugel nicht mehr gewinnen. Selbst bei einem Sieg Rydzeks hätte Frenzel am Sonntag Platz vier gereicht.

Für die deutschen Kombinierer war es der krönende Abschluss einer einzigartigen Saison. Inklusive WM haben die "Dominierer" 23 von 25 Einzelrennen gewonnen - nur der Japaner Watabe konnte mit zwei Siegen die DSV-Dominanz durchbrechen. Eine solche Überlegenheit hatte es nie zuvor im Weltcup gegeben.

Zur Startseite
© Berliner Morgenpost 2017 – Alle Rechte vorbehalten.

Meistgelesene