Volleyball

BR Volleys hatten noch nie ein so ausgeglichenes Team

Trainer Serniotti bringt Gegner mit Wechseln aus dem Konzept. Chef Niroomand gefällt, wie der Coach die Möglichkeiten der Berliner nutzt.

Die Berliner haben Grund, sich selbst zu bejubeln

Die Berliner haben Grund, sich selbst zu bejubeln

Foto: firo Sportphoto / picture alliance / augenklick/fi

Berlin.  Nicht frei von Sorgen waren die BR Volleys in die Saison gegangen. Meister, Pokalsieger und Europapokalsieger – ob da vielleicht eine gewisse Sättigung eintreten könnte? Dazu mit Erik Shoji, Paul Lotman, Nicolas Le Goff und Tomas Kmet vier Leistungsträger verloren – sind sie überhaupt zu ersetzen? Nach dem neuerlichen Einzug ins Pokalfinale und acht Siegen in der Bundesliga, zuletzt am Sonnabend einem 3:1 gegen die United Volleys Rhein-Main, lässt sich sagen: Es sieht ganz so aus.

Zuspieler Sebastian Kühner glaubt: "Wir hatten immer zwölf talentierte Spieler. Aber diesmal sind wir von Verletzungen verschont, alle sind einsatzbereit." Dazu komme, dass es erstmals niemanden gebe, der den Kopf hängen lässt, wenn er mal ein paar Partien nicht spielt: "Das ist extrem wichtig."

Richtige Spieler zur richtigen Zeit

Gegen die Hessen beispielsweise sah er selbst zunächst ebenso zu wie Diagonalangreifer Wouter ter Maat. Beim Stand von 5:9 im zweiten Satz ersetzten die beiden jedoch Tsimafei Zhukouski und Paul Carroll. Das Spiel der BR Volleys war plötzlich völlig verändert, Frankfurt kam damit überhaupt nicht zurecht. Am Ende hatte ter Maat die meisten Punkte (17) beider Mannschaften erschmettert. Kühner wurde zum wertvollsten Spieler gewählt.

Für Berlins Geschäftsführer Kaweh Niroomand war Trainer Roberto Serniotti der "beste Mann des Spiels. Weil er nicht nur die ganze Bandbreite unseres Teams genutzt hat. Er hat auch genau die richtigen Spieler zum richtigen Zeitpunkt gebracht." Der ausgewechselte Carroll sagte lächelnd: "Seit ich in Berlin bin, also seit sechs Jahren, predigt Kaweh immer, wir hätten zwölf Spieler, die alle spielen können. Aber ich glaube, dass es dieses Mal vielleicht wirklich so ist." Der nächste Härtetest wartet aber schon. In der Champions League gastiert am Dienstag (19.30 Uhr) Cucine Lube Civitanova in der Schmeling-Halle.

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