Volleyball

Champions League: BR Volleys schmettern Italiener nieder

Den Berlinern gelingt ein Sensationssieg in der Champions League gegen Lube Civitanova. Trainer Serniotti hatte die Gäste überrascht.

Vigrass (v.) holt auf Zuspiel von Zhukouski zum Schlag aus

Vigrass (v.) holt auf Zuspiel von Zhukouski zum Schlag aus

Foto: nph / Kurth / picture alliance / nordphoto

Berlin.  Sebastian Kühner sah aus, als würde er gleich platzen. Mit einem Ass hatte der Zuspieler der BR Volleys gerade das Spiel gegen Cucine Lube Civitanova beendet.

3:1 (21:25, 25:16, 25:18, 26:24) gewannen die Berliner ihre erste Champions-League-Partie gegen den Favoriten aus Italien, den Volleys-Geschäftsführer Kaweh Niroomand vor der Partie als beinahe unschlagbar bezeichnet hatte.

Nachdem Kühner lange genug die Luft angehalten hatte, um sicher zu sein, dass der Sieg Wirklichkeit war, atmete er aus und brüllte seine Begeisterung seinen Mitspielern entgegen.

Ein überragender Robert Kromm

Überraschend hatte Volleys-Trainer Roberto Serniotti ihn und Wouter ter Maat starten lassen, was das italienische Trainerteam zu hektischem Getuschel veranlasste. Den Spielern von Lube hingegen war es zunächst herzlich egal, sie schmetterten fleißig drauflos. Mit aufopfernden Abwehraktionen und einen überragenden Robert Kromm im Angriff kämpften sich die Hausherren in die Partie, konnten aber den 1:5-Rückstand vom Satzbeginn nicht aufholen.

Im zweiten Satz gingen die Volleys von Beginn an mutig zu Werke. Den ehemaligen Berliner Denys Kaliberda hatten sie inzwischen so oft geblockt, dass er schließlich auf die Bank beordert wurde. Dafür wurden die neuen Berliner um Graham Vigrass und vor allem Wouter ter Maat immer stärker.

Die Zuschauer reißt es von den Sitzen

Der Niederländer sollte sich am Ende mit 28 Punkten in die Statistik eintragen. "Er war der beste Spieler", lobte Kühner. Die Volleys rissen die 4321 Zuschauer in der Schmelinghalle von ihren Sitzen, als sie Satz zwei für sich entschieden.

Wie entfesselt pflügten die Volleys auch durch Satz drei, der Unterschied zwischen dem deutschen und dem italienischen Tabellenführer, von dem Kaliberda noch gesprochen hatte, war deutlich – allerdings anders als der Wahlitaliener sich das vorgestellt hatte:

Die BR Volleys präsentierten sich als geschlossene Einheit, die den Gast rat- und mittellos zurückließ. "Berlin war heute einfacher besser", sagte Kaliberda.

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