Volleyball

BR Volleys haben ihr Tief hinter sich gelassen

Berlin ist wieder optimistisch im Duell mit Friedrichshafen. Sie haben den ersten Platz nach der Punktspielrunde noch nicht aufgegeben.

Wieder in Jubellaune: die Volleys

Wieder in Jubellaune: die Volleys

Foto: Rainer Jensen / dpa

Berlin.  Das Kopf-an-Kopf-Rennen in der Volleyball-Bundesliga geht weiter. Spitzenreiter VfB Friedrichshafen gewann 3:0 gegen den Tabellendritten United Volleys Rhein-Main. Titelverteidiger BR Volleys siegte mit dem gleichen Resultat beim Tabellenvierten Düren. Die Meisterschaft wird wohl wieder mal zwischen diesen Teams entscheiden. Die Berliner haben ein Spiel weniger, sonst wären die Favoriten punkt- und satzgleich. Die BR Volleys verfolgen dabei aber nicht nur die Schwaben, sondern noch konkretere Ziele: die Runde als Erster abschließen "und endlich Friedrichshafen schlagen", sagt Robert Kromm, "am liebsten in der Finalserie".

Der Kapitän sieht Gründe, warum dies gelingen kann und warum sein Team sich nach dem verlorenen Pokalfinale und der Schlappe in Lüneburg gefangen hat. "Wir mussten unsere Stärken wiederfinden, unsere guten Aufschläge, den Block und das Selbstvertrauen."

Und das, obwohl Nikola Kovacevic infolge der Krise zu Jahresbeginn entlassen wurde und nun mit dem verletzten Steven Marshall auch noch ein zweiter Außenangreifer ersetzt werden muss. Die Mannschaft hat das erstaunlich gut verkraftet und mittlerweile sechs Spiele am Stück gewonnen, dabei auch das Play-off der Champions League erreicht. "Die Saison dauert noch zwei Monate, jeder weiß, was die Stunde geschlagen hat", erklärt Kromm.

Unzufriedenheit war groß

Sein Teamkollege Felix Fischer, der am Saisonende seine Karriere beenden will, sieht noch einen weiteren Grund. "Wir waren selbst sehr unzufrieden, denn wir wissen ja, dass wir mit dieser Mannschaft mehr zu bieten haben." Die neuen Spieler hätten sich mehr erhofft, die alten ebenso. "Wir haben uns als Team zusammengerauft", sagt Fischer, "außerdem ist der Groschen gefallen, dass wir hart arbeiten müssen. Der Erfolg kommt nicht von allein."

Selbst die zahlenmäßige Dezimierung des Kaders hatte eine positive Seite. Es kann ja nicht mehr so viel Hilfe von außen kommen, also: "Die auf dem Feld stehen, müssen als Team alle anfallenden Probleme lösen", sagt Fischer. Im Moment klappt das sehr gut.

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