Eishockey

Noebels rettet die Eisbären in die K.o.-Runde

Der über Monate verletzte Stürmer schießt nach Comeback den Siegtreffer beim 5:4 gegen Ingolstadt, der das frühe Saisonende verhindert.

Berlins Marcel Noebels (r) und Ingolstadts Patrick Köppchen kämpfen um den Puck.

Berlins Marcel Noebels (r) und Ingolstadts Patrick Köppchen kämpfen um den Puck.

Foto: Monika Skolimowska / dpa

Den größtmöglichen Unfall haben die Eisbären verhindert. Dank des 5:4 (3:2, 0:1, 2:1) gegen den ERC Ingolstadt stehen die Berliner vor dem Vorrundenfinale am Sonntag gegen Iserlohn sicher im am Mittwoch beginnenden Pre-Play-off – als Achter hätten sie dort momentan sogar Heimrecht. Der Gegner in der ersten K.o.-Runde heißt vermutlich Bremerhaven oder Straubing. Der Viertelfinaleinzug scheint machbar.

Den Erfolg mussten sich die Berliner am Freitag hart erkämpfen. Florian Busch (6. Minute), Daniel Fischbuch nach einem feinen Pass von Jonas Müller (13.) und Charles Linglet (14.) hatten den Gastgeber zwar früh auf Kurs gebracht und die 13.726 in der Mercedes-Benz Arena feierten bereits, doch zwei Treffer von Thomas Greilinger (15./19.) – einer davon unter Mithilfe des Berliner Torwarts Petri Vehanen – ließen die Gesänge wieder verstummen. In der 32. Minute kamen die Gäste sogar zum Ausgleich. Kurz zuvor hatte Eisbären-Stürmer Louis-Marc Aubry nach einem Check gegen den Kopf eine Spieldauerstrafe kassiert – in der fünfminütigen Überzahl gelang Torjäger Greilinger sein dritter Treffer an diesem Abend.

Nun begann das große Zittern, zumal Verfolger Düsseldorf deutlich führte und damit weiter Druck auf die Eisbären aufbaute – das vorzeitige Saisonaus am Sonntagabend drohte Doch die Eisbären zeigten Charakter und griffen beherzt an. In der 50. Minute traf Nick Petersen zur erneuten Führung, die Patrick McNeill jedoch postwendend wieder ausglich (52.). Erst Marcel Noebels erlöste die Eisbären (58.). Was für eine Belohnung für den Nationalspieler, der sich nach einem Kreuzbandriss über fünf Monate lang durch die Reha gequält und gerade erst sein Comeback gefeiert hatte. "Ein 3:0 zu verspielen, hätte nie passieren dürfen. Aber jetzt ist die Erleichterung bei mir und den Jungs groß", jubelte Noebels.

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