Handball

Füchse-Chef Hanning beklagt mangelnden Killer-Instinkt

Füchse-Boss Hanning hofft, dass der Handball-Erstligist mit Blick auf den EHF-Cup schnell aus dem verspielten Sieg in Melsungen lernt.

Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning ist mit dem Remis in Melsungen nicht zufrieden

Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning ist mit dem Remis in Melsungen nicht zufrieden

Foto: Jens Wolf / dpa

Berlin.  Die Laune von Bob Hanning war im Keller. "Bei einer 26:22-Führung müssen wir den Sack einfach auch mal zumachen", sagte der Geschäftsführer der Füchse Berlin nach dem 28:28 (16:13) am Mittwochabend in der Handball-Bundesliga bei der MT Melsungen und beklagte den fehlenden "Killer-Instinkt" seiner Mannschaft. Für das EHF-Pokal-Viertelfinalhinspiel beim ungarischen Klub Tatabanya KC am Sonnabend müsse das Team daraus lernen. "So gesehen, war die Partie in Melsungen ein guter Test", sagte Hanning. "In Tatabanya müssen wir dahin gehen, wo es wehtut."

In Melsungen hatten die Füchse stark begonnen und fast die gesamte Spielzeit geführt. "In der Schlussphase haben wir unnötig Roulette gespielt", kritisierte Hanning den verspielten doppelten Punktgewinn.

Nach den hitzigen letzten Minuten der Partie meldeten die Melsunger Einspruch an. "Wir werden anschließend entscheiden, ob wir ihn weiterverfolgen oder nicht", sagte Geschäftsführer Axel Geerken. Berlins Nationalspieler Fabian Wiede soll den Melsunger Jeffrey Boomhouwer bei der Ausführung eines Einwurfs behindert haben. Johannes Sellin erzielte im Anschluss dennoch den vermeintlichen Siegtreffer für Melsungen - allerdings kurz nach der Schlusssirene. Das Tor zählte nicht mehr. "Ich habe den Ball ganz normal hinter mich auf den Boden gelegt. Ich weiß nicht, was das Problem ist", sagte Wiede.

Einen Punkt hinter Rekordmeister Kiel

Mit einem Sieg hätten die Berliner mit dem Tabellendritten Kiel gleichziehen können. So bleiben die Füchse einen Zähler hinter dem Rekordmeister Vierter. Die Jagd auf Platz drei und die mögliche Qualifikation für die Champions League sieht auch Wiede als großes Ziel. "Natürlich wollen wir Champions League spielen - ob diese, oder in der nächsten Saison", sagte er. "Wir haben noch das Spiel gegen Kiel. Wenn wir das gewinnen, haben wir alle Möglichkeiten."

Fabian Wiede wurde zusammen mit seinen Teamkollegen Silvio Heinevetter, Paul Drux und Steffen Fäth von Neu-Bundestrainer Christian Prokop für die kommenden EM-Qualifikationsspiele gegen Slowenien nominiert.

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