Bundesliga

Julius Kade als Hertha-Option gegen Wolfsburg

Angesichts der schwierigen Personalsituation steht der nächste Hertha-Youngster vor einem Sprung ins Team.

Hertha-Youngster Julius Kade

Hertha-Youngster Julius Kade

Foto: pa

Julius Kade darf als nächster Youngster aus dem Hertha-Talentepool auf eine Hauptrolle im Endspurt um die Europapokal-Teilnahme hoffen. Vor dem fünftletzten Saisonspiel der Berliner in der Fußball-Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg am Samstag (15.30 Uhr) lobte Coach Pal Dardai den 17 Jahre alten offensiven Mittelfeldspieler ausgiebig.

"Das ist seine Stärke, Torgefahr, der letzte Pass, gierig zu sein, unangenehm zu sein", sagte Dardai am Donnerstag, warnte allerdings auch vor zu hohen Erwartungen: "Aber man darf nicht vergessen, er ist erst siebzehneinhalb, bald 18 Jahre alt. Er ist noch ein Baby."

Kade würde zum zweiten Mal für den Tabellenfünften in der Bundesliga zum Einsatz kommen. In dieser Spielzeit durfte er bislang einmal für neun Minuten in Mönchengladbach ran. Am Mittwoch stand er beim 3:1-Auswärtserfolg der Regionalligamannschaft beim SV Babelsberg 03 in der Startelf und erzielte dabei ein Tor. Nach einer knappen Stunde wurde Kade ausgewechselt. "Damit er nicht ganz ausgepowert ist, weil er auf unseren Planungen steht", erklärte Dardai. Diese Saison waren auch schon die Talente Jordan Torunarigha (19) und Maximilian Mittelstädt (20) zum Einsatz gekommen.

Als weitere Optionen für die Position hinter Kapitän Vedad Ibisevic nannte Dardai die Offensivkräfte Vladimir Darida oder Salomon Kalou. "Ein gesunder, fitter (Ondrej) Duda wäre perfekt für die Position", betonte der Ungar. Der Slowake findet nach einem Muskelfaserriss wieder den Anschluss, im Mittelfeld fehlt unter anderen auch der Langzeitverletzte Mitchell Weiser.

In der Partie gegen die abstiegsbedrohten Niedersachsen setzt Hertha nach der achten Auswärts-Niederlage in Serie beim 0:1 in Mainz wieder auf seine Heimstärke. Dabei rechnet Dardai fest mit einem Einsatz des zuletzt angeschlagenen Ibisevic. "Vedad kann, so wie es aussieht, spielen", sagte Dardai. Stürmer Ibisevic hatte diese Woche bei einer Übungseinheit einen Schlag aufs Knie bekommen, am Mittwoch aber wieder das Training aufgenommen.

Zum Gesundheitszustand des ebenfalls angeschlagenen Innenverteidigers John Anthony Brooks äußerte sich Dardai nicht konkret. "Ich will jetzt nicht alle durchgehen, weil jeder Spieler hat seit Monaten Kleinigkeiten", sagte Dardai und meinte über die Vielzahl von Blessuren: "Vielleicht müssen wir noch aggressiver in die Zweikämpfe gehen. Wir schlucken viel runter, wir sind einen Tick zu fair. Viele Spieler sind angeschlagen, das müssen wir ändern."

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