Gefährliche Krankheiten

Herzinfarkt bis Demenz: Die häufigsten Todesursachen

Weltweit sterben pro Jahr 55 Millionen Menschen. Bei jedem zehnten davon ist die Ursache Rauchen mit seinen Folgekrankheiten. Die Weltgesundheitsorganisation hat eine Liste der zehn häufigsten Todesursachen veröffentlicht.

Foto: iStock

Ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt die zehn häufigsten Todesursachen weltweit. Auf den ersten Blick eine Negativliste. Doch es gibt dabei auch positive Nachrichten: So rangiert Tuberkulose (TBC) zum ersten Mal nicht mehr unter den Top Ten der Todesursachen, sondern kommt nur noch auf Platz 15.

In ärmeren Ländern versterben Menschen eher an Infektionskrankheiten wie Durchfall oder bakteriellen Atemwegserkrankungen. Bei den reichen Industrienationen kommen Zivilisationskrankheiten zum Tragen, wie etwa Diabetes. In Deutschland sind es Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die die Liste der häufigsten Todesursachen anführen. Das Buch "Wie man nicht stirbt" von Jesko Wilke widmet sich diesen und weiteren lebensbedrohlichen Krankheiten mit möglichen Maßnahmen zur Vorsorge.

Entsprechend der WHO-Statistik ist die Liste der zehn häufigsten Todesursachen weltweit wie folgt:

  1. KoronareHerzkrankheit – sieben Millionen Betroffene, eine der Hauptursachen für die Herzüberlastung ist das Rauchen. Rauchen verengt die Gefäße und führt zu Arteriosklerose. Betrifft dies die Herzkrankgefäße, bekommt der Herzmuskel nicht mehr genügend Sauerstoff. Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt und plötzlicher Herztod folgen.

  2. Schlaganfall – 6,2 Millionen sterben am Hirnschlag. Ein Blutgefäß im Gehirn verengt sich stark, wird verstopft oder reißt. Dadurch wird ein Areal nicht mehr durchblutet und stirbt ab. Handelt es sich dabei um einen Bereich, der lebenswichtige Funktionen hat, tritt der Tod ein.

  3. Atemwegserkrankungen – an Erkältung, Grippe oder Lungenentzündung verstarben 3,2 Millionen Menschen weltweit. Vor allem in Entwicklungsländern, wo Medikamente fehlen, sind diese Krankheiten lebensgefährlich. In den Industrienationen versterben eher ältere Menschen oder Immungeschwächte an diesen Atemwegserkrankungen.

  4. COPD – die Abkürzung steht für "Chronic Obstructive Pulmonary Disease" und kostete drei Millionen Menschen das Leben. Die für COPD typische chronische Bronchitis und ein Emphysem (Lungenüberblähung) sind meist Folgen des Rauchens.

  5. Durchfall – 1,9 Millionen verstarben an Durchfallerkrankungen. Betroffen sind vor allem die Entwicklungsländer. Hier grassieren immer wieder Epidemien mit Cholera, Ruhr und Typhus. Vor allem bei Kleinkindern führt das rasch zu starkem und tödlichem Flüssigkeitsverlust (Dehydrierung).

  6. Aids – 1,6 Millionen Menschen sterben in Folge der tödlichen Immunschwäche. In reichen Ländern stehen zwar Medikamente zur Verfügung, die den Infizierten oft noch Jahrzehnte Lebenszeit schenken. In armen Ländern fehlt diese Behandlung.

  7. Lungenkrebs – und Luftröhrenkrebs forderten 1,5 Millionen Menschenleben. Beide Krebsformen sind äußerst aggressiv und führen rasch zum Tod. Ursache für Bronchialkarzinome ist meist Rauchen.

  8. Diabetes – mit 1,4 Millionen Todesfällen ist die Zuckerkrankheit unerwartet gefährlich. Häufig wird übersehen, dass schlecht eingestellter Diabetes Organe schädigt, etwa die Nieren zerstören kann und zu Herzinfarkt oder Schlaganfall führt.

  9. Verkehrsunfälle – 1,3 Millionen Tote im Straßenverkehr. Zwar nehmen Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang kontinuierlich ab. Doch die Zahl ist immer noch sehr hoch. Vor allem Kinder im Stadtverkehr sind gefährdet.

  10. Frühgeburten – 1,2 Millionen Babys sterben, weil sie zu früh auf die Welt kommen. Ursache ist in armen Ländern oft Unterernährung der Mutter oder fehlende klinische Einrichtungen für zu früh Geborene.

Mehr zum Thema "Todesursachen" erfahren Sie auf Lifeline.de.

Zur Startseite
© Berliner Morgenpost 2017 – Alle Rechte vorbehalten.

Meistgelesene