Alkoholische Lösung

Dilution – Homöopathisches Mittel in Tropfenform

Dilutionen, Tabletten, Globuli oder Urtinktur: Homöopathika können auf verschiedene Art eingenommen werden. Wie die Herstellung von Dilutionen abläuft und weshalb sie nicht für Säuglinge und Kinder geeignet sind, erfahren Sie hier.

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Der Begriff Dilution kommt aus dem Lateinischen und bedeutet "Verdünnung". Es handelt sich bei Dilutionen also um flüssige homöopathische Arzneien. Sie werden durch Verdünnung und Verschüttelung der Wirkstoffe mit Ethanol-Wasser-Gemischen hergestellt. Da sie aus bis zu 62prozentigem Alkohol bestehen können, sind sie allerdings nicht zur Behandlung von Säuglingen, Kindern und alkoholkranken Menschen geeignet.

Eine weitere Besonderheit von Dilutionen, die bei Tabletten oder Globuli nicht der Fall ist: Die flüssigen Lösungen können ihre Potenzierung durch Schütteln verändern, wenn ein Fläschchen beispielsweise in der Handtasche transportiert wird.

Herstellung von Dilutionen

Um homöopathische Präparate herzustellen, muss zuerst die Urtinktur, Lösung oder Verreibung (Trituration) aus der pflanzlichen, mineralischen oder tierischen Ausgangssubstanz gewonnen werden. Um die gewonnenen Essenzen im Anschluss zu Dilutionen weiterzuverarbeiten, werden sie mit einem Ethanol-Wasser-Gemischen verdünnt. Wie bei Tabletten und Globuli gilt auch bei Dilutionen: Die Bezeichnungen D1, D12 oder C30 geben die Potenz an, also die Zahl und die Höhe der durchgeführten Potenzierungsschritte und somit die Stärke der Mittel.

Dilution fertig kaufen oder in Form von Globuli

Ziel der homöopathischen Behandlung ist es, die Selbstheilungskräfte des Organismus zu aktivieren. Im Gegensatz zur konventionellen Medizin kommt in der Homöopathie das Prinzip der Ähnlichkeit zum Tragen: Ähnliches soll mit Ähnlichem geheilt werden. So werden Dilutionen, Tabletten, Urtinktur oder Globuli mit dem Wirkstoff verabreicht, der dieselben Symptome hervorruft wie die Krankheit selbst.

Dilutionen können in Fläschenform vom homöopathisch geschulten Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker empfohlen werden. Sie kommen aber auch in der Herstellung von Globuli zum Einsatz. Die kleinen weißen Zuckerkügelchen werden mit einer Dilution gleichmäßig befeuchtet, die den homöopathischen Wirkstoff enthält. Im Anschluss an diese Imprägnierung in einem geschlossenen Gefäß werden die Globuli an der Luft getrocknet.

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