"Atomic Blonde"

Charlize Theron feiert am Potsdamer Platz

US-Schauspielerin Charlize Theron feiert die Weltpremiere ihres Thrillers „Atomic Blonde“ am Potsdamer Platz.

Heiße Blondine im Kalten Krieg

Premiere des Filmes "Atomic Blonde" mit Charlize Theron in Berlin.
Di, 18.07.2017, 07.59 Uhr

Heiße Blondine im Kalten Krieg

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Charlize Theron kann handfeste Schläge austeilen, das bekam 1996 schon ihre Spielpartnerin Teri Hatcher während der Dreharbeiten zu "2 Tage in L.A." zu spüren. In einer Kampfszene mit ihrer Kollegin habe sie versehentlich einmal wirklich zugeschlagen, gestand die Südafrikanerin kürzlich dem US-Magazin "W". Über 20 Jahre später ist Theron in "Atomic Blonde" wieder in einer schlagkräftigen Rolle zu sehen. Für die Stunts hat sie – um sich selbst und andere nicht zu verletzen – drei Monate lang jeden Tag fünf Stunden trainiert.

Zur Weltpremiere des Spionagethrillers wurde die 41-Jährige am Montagabend mit ihren Co-Stars Til Schweiger und Sofia Boutella sowie Drehbuchautor Kurt Johnstad auf dem roten Teppich im Theater am Potsdamer Platz erwartet. Theron spielt die MI6-Geheimagentin Lorraine Broughton, die kurz vor dem Fall der Berliner Mauer in die deutsche Hauptstadt geschickt wird, um Informationen höchster Brisanz zu besorgen.

In Berlin gedreht wurde im Frühjahr 2016 nur eine Woche lang

In der Verfilmung der Graphic-Novel-Serie "The Coldest City" des britischen Comiczeichners Antony Johnston fungiert die Oscarpreisträgerin nicht nur als Hauptdarstellerin, sondern auch als Produzentin. Fasziniert von der Geschichte der geteilten Stadt begann sie bereits vor fünf Jahren mit der Entwicklung des Drehbuchs. "Es war eine Zeit wie im Wilden Westen", so Theron. "Es gab das KGB, die Stasi, die CIA, den MI6 und die DGSE an einem Ort. Bestechung und Gewalt gehörten in dieser Zeit zum Alltag der Agenten."

In Berlin gedreht wurde dann im Frühjahr 2016 tatsächlich nur eine Woche lang. "Die Stadt hat sich seit damals sehr verändert", so Produktionsdesigner David Scheunemann. Auf der Suche nach einem Ersatzstandort wurde man schließlich in Budapest fündig. Verfallene Gebäude und enge Straßenzüge hätten die morbide Atmosphäre des Vorwende-Berlins perfekt wiedergegeben. Nur die Mauer fehlte – und wurde kurzerhand als portable, 75 Meter lange und 3,5 Meter hohe Version in der ungarischen Hauptstadt nachgebaut. Im Kino ist das Ergebnis ab dem 24. August zu sehen.

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