Anschlag in Berlin

Terror-Laster vom Breitscheidplatz wird nach Polen gebracht

Die Kriminalpolizei hat auch die Zugmaschine freigegeben. Spediteur Ariel Zurawski ist derweil nicht gut auf die Behörden zu sprechen.

Am 19. Dezember steuerte Attentäter Anis Amri den Laster in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Zwölf Menschen starben

Am 19. Dezember steuerte Attentäter Anis Amri den Laster in den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Zwölf Menschen starben

Foto: Michael Kappeler / picture alliance / Michael Kappe

Der Lastwagen, mit dem der islamistische Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt verübt wurde, ist am Donnerstag von einem Gelände der Polizei abtransportiert worden. Knapp vier Monate nach dem Anschlag sollte der polnische Spediteur Ariel Zurawski seinen Lastwagen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur nun wieder zurückerhalten. Die für die Ermittlungen zuständige Bundesanwaltschaft äußerte sich zunächst nicht.

Die Berliner Kriminalpolizei hatte den LKW beschlagnahmt. Der hintere LKW-Teil mit der Ladung wurde von der Kripo bereits im Februar freigegeben, der vordere Teil, also die sogenannte Zugmaschine mit der Fahrerkabine und dem Motor, erst vor einigen Tagen.

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Zurawski hatte mehrfach eine Entschädigung von Deutschland für den langen Verdienstausfall durch das Fehlen seines Lasters gefordert. Die Bundesregierung sei für den Anschlag verantwortlich, sagte er kürzlich der "Passauer Neuen Presse" und fügte hinzu: "Ich hoffe, dass sie für alle Schäden aufkommt, die mir entstanden sind."

Der Attentäter Anis Amri hatte den Fahrer des Lkw am 19. Dezember erschossen, den Lastwagen entführt und war mit ihm über den Weihnachtsmarkt gefahren, wo er elf Menschen tötete.

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