Frankreich-Wahl

Kandidaten Macron und Le Pen liegen in Umfragen gleichauf

Zwischen Emmanuel Macron und Marine Le Pen könnte es laut Umfragen zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen kommen. Fillon ist weit abgeschlagen.

Emmanuel Macron tritt bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich gegen Marine Le Pen an. Sie könnte seine größte Konkurrentin werden.

Emmanuel Macron tritt bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich gegen Marine Le Pen an. Sie könnte seine größte Konkurrentin werden.

Foto: REGIS DUVIGNAU / REUTERS

Paris.  Der parteiunabhängige französische Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron und die Rechtsextreme Marine Le Pen liegen laut einer Umfrage in der ersten Wahlrunde gleichauf. Auf Macron und Le Pen würden im ersten Wahlgang am 23. April jeweils 26 Prozent der Stimmen entfallen.

Das geht aus einer am Sonntag veröffentlichten Erhebung des Instituts Kantar Sofres-Onepoint für die französische Zeitung "Le Figaro" hervorgeht. Eine weitere Umfrage von Odoxa sieht Macron bei 26,5 Prozent und Le Pen knapp dahinter bei 26,0 Prozent.

In der Stichwahl am 7. Mai würde sich Macron danach klar mit 64 Prozent zu 36 Prozent gegen Le Pen durchsetzen.

TV-Debatte mit wichtigsten Kandidaten

Der wegen eines Finanzskandals angeschlagene Kandidat der konservativen Republikaner, Francois Fillon, würde der Umfrage zufolge mit 17,0 Prozent den Einzug in die zweite Runde verfehlen.

Die wichtigsten Kandidaten treffen Montagabend erstmals in einer TV-Debatte zusammen. Neben Macron und Le Pen werden in der TV-Show Francois Fillon, der Sozialist Benoit Hamon und der Linkspolitiker Jean-Luc-Melenchon erwartet. (rtr/dpa)

Französischer Präsidentschaftskandidat Fillon macht weiter

Der unter Druck stehende Präsidentschaftskandidat der französischen Konservativen, Francois Fillon, hält an seiner Kandidatur fest. Fillon sagte am Mittwoch in Paris, dass er nicht aufgeben werde. Er werde nicht kapitulieren und nicht zurückziehen. Er werde bis zum Ende kämpfen, unterstrich der französische Politiker am Mittwoch in Paris. Gegen den früheren Ministerpräsidenten laufen Ermittlungen wegen der Scheinbeschäftigung seiner Ehefrau Penelope. Fillon sagte, er habe für den 15. März eine Vorladung des Ermittlungsrichters erhalten und werde dem Folge leisten. Fillon war bis Ende Januar klarer Favorit für die Nachfolge des sozialistischen Präsidenten Francois Hollande. Fillons Umfragewerte fielen aber, nachdem die Behörden Ermittlungen gegen ihn aufgenommen hatten. Damit wachsen jüngsten Umfragen zufolge die Chancen des unabhängigen Kandidaten Emmanuel Macron, Präsident zu werden.
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