Handball

Die Füchse haben ein Rendezvous mit der Zukunft

Die Füchse empfangen Hannover und treffen dabei auch auf ihren neuen Kreisläufer Erik Schmidt. Der 24-Jährige freut sich auf seine Zukunft in Berlin.

Erik Schmidt hat mit Hannover die letzten neun Bundesligaspiele verloren. Am Mittwoch tritt der Kreisläufer mit den Niedersachsen in Berlin an

Erik Schmidt hat mit Hannover die letzten neun Bundesligaspiele verloren. Am Mittwoch tritt der Kreisläufer mit den Niedersachsen in Berlin an

Foto: imago sport / imago/Christian Schroedter

Berlin.  Die Suche läuft fieberhaft. Noch aber hat Erik Schmidt nicht die richtige Wohnung für sich gefunden. "Das wird sich hoffentlich bald klären, dann habe ich auch einen kleinen Stresspunkt weniger", sagt der Kreisläufer von der TSV Hannover-Burgdorf. Im Idealfall befindet sich sein neues Zuhause in der Nähe der Schmeling-Halle, wo er am Mittwoch in der Bundesliga bei den Füchsen Berlin antritt (19 Uhr), seinem zukünftigen Verein. Und natürlich ist Schmidt auch ein bisschen aufgeregt. "Dass es gegen meinen neuen Klub geht, versuche ich auszublenden", sagt er, "das darf keine Rolle spielen."

Glänzen will Erik Schmidt in der Schmeling-Halle auf jeden Fall. Das versierte Publikum war auch ein Grund, warum er sich für die Füchse entschieden hat. Schon vor knapp einem Jahr unterschrieb der Europameister einen Vertrag bis 2020. "Berlin spielt international. Dieser Anreiz ist für mich einfach sehr, sehr hoch. EHF-Pokal, die Chance auf ein Final Four und die Top Drei der Liga anzugreifen. Ich will Teil davon sein, die Füchse sind optimal für mich", erklärt Schmidt, "und mit ihrer Halle und den Zuschauern ist das schon gigantisch."

Schmidt soll sich in Berlin weiterentwickeln

Nach den Weltklassespielern Torsten Laen (2009-2013) und Jesper Nielsen (2013-2016) soll Schmidt bei den Füchsen nun die nächste große Ära am Kreis prägen. Mit dem 24-Jährigen wollen die Berliner den Angriff auf die Champions League wagen. "Erik ist einer der besten deutschen Kreisläufer", sagt Geschäftsführer Bob Hanning, warnt aber zugleich vor überzogenen Erwartungen: "Er soll sich bei uns weiterentwickeln und den nächsten Schritt machen, denn er ist noch kein fertiger Kreisläufer."

Schmidt passt demnach optimal ins Konzept der Berliner, die es sich zum Ziel gesetzt haben, junge Spieler auszubilden und zu Topprofis zu entwickeln. Schmidt ist dann nach Silvio Heinevetter, Fabian Wiede, Paul Drux und Steffen Fäth der fünfte aktuelle deutsche Nationalspieler aus Berlin. Vom Niveau her ist Schmidt in etwa auf gleicher Stufe wie Kresimir Kozina, der in der laufenden Saison die Lücke von Nielsen sehr gut geschlossen hat. Der Kroate verlässt die Füchse im Sommer und geht zu Frisch Auf Göppingen.

Aber das ist Zukunftsmusik. Für die Füchse gilt es am Mittwoch, ihrer Favoritenstellung gerecht zu werden. Gegen eine Mannschaft, die die vergangenen neun Spiele in Folge verloren hat. "Es läuft katastrophal für uns", sagt Erik Schmidt. "Hannover bekommt kein Bein auf den Boden", sagt Hanning, aber das macht sie jetzt umso gefährlicher." Nur mit einem Sieg können die Füchse im Fern-Duell mit Kiel die Chance auf Platz drei wahren. "Die zwei Punkte müssen hier bleiben", sagt daher auch Trainer Velimir Petkovic: "Wir wollen keine Überraschungen mehr in unserer Halle."

Zur Startseite
© Berliner Morgenpost 2017 – Alle Rechte vorbehalten.

Meistgelesene