Explosionsgefahr

Lkw-Fahrer fährt brennenden Tankwagen in unbewohntes Gebiet

Sein Lkw hatte 35.000 Liter Treibstoff geladen – und brannte. Trotz der Explosionsgefahr kehrte der mutige Fahrer zurück ans Steuer.

Nur raus aus dem bewohnten Gebiet: Ein Lkw-Fahrer setzte sich noch einmal ans Steuer seines brennenden Lkw, um eine Katastrophe zu verhindern.

Nur raus aus dem bewohnten Gebiet: Ein Lkw-Fahrer setzte sich noch einmal ans Steuer seines brennenden Lkw, um eine Katastrophe zu verhindern.

Foto: Manfred Erhard/Feuerwehr Stadt Schrobenhausen

Schrobenhausen.  Nach einem erfolglosen Löschversuch hat der Fahrer eines mit Kraftstoff beladenen Tanklastzuges seinen brennenden Laster aus der Stadt in unbewohntes Gebiet gefahren. Der Tanklaster drohte am Montag nahe dem oberbayerischen Schrobenhausen zu explodieren, wie die Polizei am Montag mitteilte.

Mehr als 100 alarmierte Helfer der Feuerwehr konnten den Tankzug schließlich kühlen. Zwischenzeitlich befürchteten sie, die geladenen 25.000 Liter Diesel und 10.000 Liter Benzin könnten explodieren. Anwohner wurden gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Fahrer setzt sich in das brennende Fahrzeug

Der mit Benzin und Diesel beladene Laster war vermutlich wegen eines geplatzten Reifens in Brand geraten. Der Fahrer versuchte, das Feuer zu löschen, allerdings ohne Erfolg. Der Mann verständigte den Notruf – und setzte sich wieder in das brennende Fahrzeug, um es unter Anleitung eines Beamten aus der Stadt in unbewohntes Gebiet zu fahren.

Das Feuer konnte am späten Nachmittag gelöscht werden. Am Abend versuchten die Einsatzkräfte, den Tankinhalt in ein Spezialfahrzeug umzupumpen. Nach ersten Erkenntnissen wurde bei dem Einsatz niemand verletzt. Die Höhe des Sachschadens am Fahrzeug sowie einem verbrannten Getreidefeld war zunächst nicht bekannt. (dpa)

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